ENTWICKLUNGSBERATUNG SCHULALTER/ STUDIUM

I. Entwicklungsprobleme wider Erwarten

Max, Ende 5. Klasse, sollte nach den Erwartungen der Eltern und entsprechend seinem eigenen Wunsch nach der 6. Klasse auf das Gymnasium gehen. Jetzt wird er - wenn es so weiter geht - knapp eine Realschulempfehlung bekommen. Fehlt es ihm doch an genügend Begabung ?

Elisabeth schrieb in der Grundschule fast nur Einsen. Alles flog ihr zu und sie war ein Sonnenkind, über das sich alle freuten. Jetzt wiederholt sie die 9. Klasse, wird aber vermutlich erneut den Sprung in die 10. Klasse verfehlen. Ist sie für ein Gymnasium tatsächlich zu wenig intelligent?

Sebastian hat in seiner Schulzeit auf dem Gymnasium kaum etwas getan und doch ein Abitur mit 2,5 geschafft. Jetzt ist er im 8. Studiensemester und hat sich noch nicht einmal für die Zwischenprüfung angemeldet, die andere bereits nach dem 4. Semester machen. Ist er für ein Studium ungeeignet uns sollte doch lieber eine Ausbildung machen?

II. Begabungsmangel ist nicht das Problem

Unsere Erfahrungen zeigen, dass Entwicklungsschwierigkeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen häufig nicht auf Begabungsmängeln beruhen, sonder auf andere Ursachen zurückgeführt werden können, die im Zusammenwirken mit ungünstigen Randbedingungen die begabungsgemäße Entwicklung beeinträchtigen. Eine solche Konstellation ist in jedem Entwicklungsalter möglich.

So mindert z. B. eine Rechtschreibschwäche im deutschen Schulwesen wegen der Betonung der Rechtschreibfähigkeit als "akademisches Kriterium" auch bei gut und sogar hochbegabten Schülern die Wahrscheinlichkeit, die Schule mit Abitur abzuschließen.

Der häufigste Grund für Studienabbrüche ist nicht etwa Begabungsmangel oder falsche Studienwahl. Diese teure Fehlentwicklung ist oft zurückzuführen auf eine spezifische neurobiologische Konstitution mit abweichender Art der Hirnleistungsaktivierung. Ohne richtigen Umgang mit dieser Spezifität kommt es häufig zu massiven Problemen der Selbstorganisation mit ausgesprochen schlechter Begabungsumsetzung im Studium und deutlicher Beeinträchtigung der beruflichen Karriere.

III. Was ist zu tun?

Wenn sich ein Schüler nicht entsprechend berechtigter Erwartungen entwickelt, wenn ein begabter junger Erwachsener im Studium oder Beruf nicht weiterkommt, ist nicht hektischer Aktionismus mit wahllosem Probieren verschiedener Alternativen angesagt, sondern ein gezieltes und kompetentes Vorgehen.

Hierfür bietet das BCB folgende Leistungen an: